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Karsten Buesser: BIO
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Karsten Buesser
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Geboren bin ich in Hamburg, Deutschland, am 11. Mai 1970. Im Jahr 1990 habe ich dann begonnen, an der Universität Hamburg Physik zu studieren. Für die Abschlussarbeit zum Diplom-Physiker habe ich mich einer Arbeitsgruppe angeschlossen, die damals am COoler SYnchrotron COSY des Forschungszentrums Jülich experimentierte. Das war der Anfang meines Weges in die faszinierende Welt der Teilchenphysik, der Anfang meines Arbeitens an Teilchenbeschleunigern und der Anfang des Reisens für die Physik – der kleine Ort Jülich liegt etwa 500 km von Hamburg entfernt.

Nach meinem Diplom, das ich 1996 erhielt, entschied ich mich in der experimentellen Teilchenphysik zu bleiben, wechselte aber zu etwas höheren Energien – gemeint ist natürlich die Energie des Teilchenstrahls. Für meine Doktorarbeit habe ich mich dann intensiv mit der elastischen Streuung von Protonen beschäftigt.

Gleich nach meiner Promotion an der Universität Hamburg bekam ich im April 2000 einen Job als Nachwuchswissenschaftler bei DESY – dem deutschen Beschleunigerlabor in Hamburg, einem Schwesterlabor von Fermilab oder SLAC in den USA. Bei DESY werden Teilchenbeschleuniger entwickelt, gebaut und sowohl für die experimentelle Teilchenphysik als auch für die Forschung mit Photonen betrieben. Inzwischen arbeiten hier auf beiden Gebieten insgesamt 2900 Wissenschaftler aus 33 Ländern.

Karsten BuesserHier bin ich Mitglied einer Arbeitsgruppe, die sich mit der Zukunft beschäftigt: Es geht um einen Detektor für den künftigen, etwa 35 km langen Internationalen Linear Collider (ILC), in dem Elektronen und Positronen bei hohen Energien zur Kollision gebracht werden sollen, und um die spannenden Fragen nach dem Urknall, dem Ursprung der Masse, Dunkler Materie oder Dunkler Energie, die Teilchenphysiker der ganzen Welt gemeinsam in etwa zehn Jahren mit dem ILC untersuchen wollen. Auf den ILC haben sie sich im August letzten Jahres in Peking geeinigt. Bis dahin hatte DESY in Hamburg zusammen mit vielen internationalen Partnern an dem TESLA-Projekt gearbeitet, dessen supraleitende Beschleunigertechnologie für den ILC ausgewählt worden ist. Jetzt beteiligt sich DESY – natürlich – an dem globalen ILC. Dazu wurde hier im Oktober 2004 das Projekt ILC@DESY, dessen Scientific Assistant ich geworden bin.

Ein Privatleben habe ich natürlich auch. Im August 2001 habe ich geheiratet und habe jetzt einen neun Monate alten Sohn. In meiner Freizeit lese ich gerne oder beschäftige mich mit Flugsimulationen. Aber meine Familie und mein Job lassen mir kaum Zeit für meine Hobbys.